Midgard: Sektion eines Schnellstarters

Das älteste deutsche Rollenspiel war für mich immer ein blinder Fleck. In meiner Rollenspielfrühzeit in den Neunzigern wusste ich zwar, dass es Midgard gab, und im Rollenspielladen hatte ich sicher auch mal ein Buch in der Hand. Da aber niemand aus meinem Umfeld Midgard gespielt hat, habe ich auch kein Interesse für das Spiel entwickelt. In der jüngeren Vergangenheit bin ich 2014 wieder auf Midgard gestoßen, als Arkanil ein neues System gesucht hat. Midgard erfüllt eigentlich alle Ansprüche, die ich an ein System habe, mit dem ich mich länger beschäftigen will:

  • Traditionelles Pen&Paper mit Charakterblättern, Würfeln und Spieler/Spielleiter-Asymmetrie
  • Klassische EDO-Fantasy
  • Viel verfügbares Material in deutscher Sprache

Trotzdem habe ich auch damals, nach ein paar oberflächlichen Googlerecherchen, Midgard nicht weiter verfolgt. In den letzten zwei Folgen des Eskapodcasts ging es ganz aktuell um Midgard, in Folge 100 wurde sogar Jürgen Franke, der Erfinder des Spiels, ausführlich interviewt. Das gab mir dann doch genug Anreiz, mir Midgard etwas genauer anzusehen. (Edit: während ich das hier tippe ist die dritte Folge zu Midgard erschienen.)

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