Sidequest: Gearcheck

von ackerknecht

In der aktuellen Blog-o-Quest habe ich eine Folge des Eskapodcasts aufgegriffen, es geht um Spielkarten und am Rande auch um andere Gadgets. Ich nutze die Gelegenheit, um verschiedenes Zubehör in Form einer Top-/Flopliste zu besprechen. Das Thema habe ich im Rahmen der 17. Queste bereits behandelt, aber ich denke, die Zeit ist reif, das noch einmal aufzugreifen. Vorher will ich mich aber bei den ersten Teilnehmer*innen an der Quest bedanken: Vielen Dank an Hypatia, Greifenklaue, Würfelheld und Metwiff!

Zu den Gadgets. In der Diskussion bei Eskapodcast bin ich auf das Argument gestoßen, dass Zubehör wie Spielkarten oder ähnliches in gemütlichen Erzählspielrunden eher fehl am Platze sind. Die Meinung teile ich nicht. Gerade in Sofarunden mit Profikuscheldecken habe ich zwei der schlimmsten, trashigsten Gadgets sehr zu schätzen gelernt.

Das erste ist das Flipchart. Ich bin der Meinung, dass gerade in erzählorientierten Runden Visualisierung sehr wichtig ist. Visualisierung schafft nämlich Zeit, um sich auf das eigentliche Erzählspiel konzentrieren zu können. Oder anders formuliert: Es geht schneller voran, wenn einfach einer kurz aufsteht und mit drei schnellen Strichen aufmalt, wo der Altar der dunklen Götter ist, wo der Minenschacht der Teampunk-Cowbaoys verläuft und von wo die imperialen Sturmtruppen kommen. Und Flipcharts haben den Vorteil, dass sie aufrecht stehen und bequem aus liegender Position von der Couch betrachtet werden können.

Das zweite Gadget schlägt genau in diese Kerbe: Es ist der allseits (un)beliebte Laserpointer.

Ein weiteres, extrem „cheesiges“ Gadget, das ich aber sehr gern habe, sind meine LED-Kerzen mit Fernbedienung. Die sind vielleicht ein kleines bisschen „drüber“, aber man kann mit dem farbigen Licht ganz gut die Stimmung steuern.

Ein weiteres interessantes Stück Zubehör ist das magnetische Gamerboard. Ich spiele pseudo-regelmäßig in einer Kneipe oder esse anderweitig mit meinen Mitspieler*innen am Spieltisch. Und da ist es toll, die ganze Szene mit einem Handgriff wegzulegen und nach dem Essen wieder hinstellen zu können, ohne dass etwas verloren geht. Das Spiel in Kneipen ist auch der Übergang zu den „Flop 3“, den Gadgets, mit denen ich weniger glücklich bin.

Die ersten Flops sind Würfeltürme und Würfelschalen. Ich habe mehrere Patente versucht, aber irgendwer muss doch immer wieder unter dem Tisch herumkriechen. Vielleicht sind wir aber auch einfach zu grobmotorisch.

Flop Nr. 2 kommt eher daheim zum Einsatz: Musikbegleitung über Streaming und Bluetooth-Boxen hat nie richtig funktioniert. Ich habe eine große, bassstarke BT-Box, an der Klangqualität liegt es nicht. Aber ich bin am Tisch dann viel zu oft mit meinem Handy zu Gange, und leider ist Bluetooth zu fehleranfällig (Verbindungsverlust etc).

Als drittes und letztes komme ich beim Thema des Eskapodcastes an: Spielkarten, oder in meinem Fall: Selbstgebastelte Splittermond-Zustandskarten. Irgendwie flutscht es nicht richtig. Ich und meine Gruppe sind zu sehr mit Sucherei  beschäftigt, als es die Zustände rechtfertigen würden. Vielleicht wären einfache, kleine Erinnerungen (wie z. B. die Stresstoken aus dem X-Wing-Miniaturenspiel besser geeignet. Aber hier stimme ich Hypatia zu: Ich bin sehr froh, dass mir wenigstens beim Onlinespiel das Nachhalten von Zuständen von der Software (in meinem Fall Roll20) abgenommen wird.

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Vielleicht auch im Pen&Paper nützlich: Schadens-, Fokus- und Stresstoken aus X-Wing.

Last but not least: Ehre, wem Ehre gebührt. Der beste Artikel zum Thema Gadgets ist dieser Aprilscherz der Teilzeithelden von 2017.

 

Bis zum nächsten Mal die besten Grüße

A.