RPG Blog-O-Quest 42: Wie nerdig sind wir eigentlich (noch)?

von ackerknecht

Hallo miteinander,

nach meinem Debüt im letzten November lade ich Euch hiermit zu meiner zweiten RPG Blog-O-Quest ein. Die Regeln: Kopiert die untenstehenden Fragen und Lückentexte in Euren Blog, beantwortet & ergänzt sie und verlinkt die Antworten hier in den Kommentaren oder im Sammelthread des RSP-Blogs-Forums. Das Thema ist „Wie nerdig sind wir eigentlich (noch)?“ Bitte verzeiht mir, wenn sich die Fragen etwas nach Marktforschungs-Umfrage anhören. Unter den Fragen stehen noch ein paar Gedanken, die ich mir zu diesem Thema gemacht habe. Vielen Dank für Eure Antworten, und viel Spaß!

Vorab-Bonusfrage: Wie alt seid Ihr? (Auf die Zehnerstelle gerundet reicht vollkommen aus.)

Frage 1: Ich betrachte mich selbst (nicht) als Nerd, denn ___________________.

Frage 2: Auf einer Skala von „1“ bis „Sheldon Cooper“, wie nerdig ist das Hobby Rollenspiel?

Frage 3a: Neben dem Rollenspiel betreibe ich noch folgende definitiv nerdige Hobbys:

Frage 3b: Neben dem Rollenspiel betreibe ich noch folgende definitiv nicht-nerdige Hobbys:

Frage 3c: Bei folgenden Hobbys von mir bin ich nicht sicher, wie nerdig sie sind:

Frage 4: Grob über den Daumen gepeilt beträgt der Anteil meines Bekannten- und Freundeskreises, den ich über Rollenspiel und andere nerdige Hobbys kennengelernt habe ___%.

Frage 5: Wenn ich meinen Arbeitskollegen von meinem Hobby Rollenspiel erzähle, dann machen sie so ein Gesicht: _______________________________

RPG-BLOG-O-Quest-Logo

Den Anstoß für diese Blog-o-Quest gab die erste Bonusfrage von Greifenklaues Ausblicksquest im letzten Dezember: Wie stehe ich zum Phänomen RocketBeans? Die Beans haben einiges geleistet, um das Hobby Rollenspiel wieder ins Nerdbewusstsein zu bringen. Die ersten Formate (T.E.A.R.S. und B.E.A.R.D.S.) waren noch ziemlicher Quatsch – hier ging es darum, den vier „Originalbohnen“ eine Bühne zum Rumalbern zu geben, und PnP war einfach diese Bühne. Aber mit den Funk/Kirche-Koproduktionen wie Der schwarze Tod wurde Rollenspiel als didaktisches Mittel entdeckt. Und spätestens seit Florentin Wills Zauberwerkstatt ist das Thema bei RBTV in einer sehr nerdig-tiefgründigen Detailschärfe angekommen.

Wie ich in meinen Dezember-Antworten schon schrieb, läuft RBTV bei uns ziemlich viel, obwohl wir eigentlich wenig PC- oder Videogames spielen. Ich frage mich aber immer wieder, wie nerdig die anderen Formate sind. Das Nerd-Quiz? Das ist eher Allgemeinbildung für 90ies Kids. Bohndesliga? Ist Fußball nerdig? Wenn ihn schaut wie Tobi Escher, dann wahrscheinlich schon.

Eine andere Geschichte: Letztes Jahr war ich über den Bogensportverein auf einem Seminar für Schützenvereine. (Bogenschießen ist übrigens eins meiner Hobbys, bei dem ich nicht weiß, wie nerdig es ist.) Auf diesem Seminar ging es u. a. um Schwierigkeiten in der Jugendarbeit. Eine Vereinsvertreterin erzählte daraufhin, dass ihr Verein die Jugendarbeit komplett eingestellt hat. Sie suchen ihre Mitglieder unter den Mitt-Dreißigern, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben, beruflich „angekommen“ sind und jetzt ein neues Hobby suchen. Diese Lücke wollen sie mit dem Schießsport füllen. Die Vertreterin macht dabei natürlich einen Denkfehler: Die meisten, die sich als Mitt-Dreißiger für den Sport interessieren, waren als Kinder oder Jugendliche mal in einem Verein. Ich glaube, das Rollenspiel ist in einer vergleichbaren Phase. Viele Spielerinnen und Spieler stellen fest, dass sie jetzt wieder mehr Zeit haben, und nehmen das Spiel wieder auf. Bloggründungen wie Engors Dereblick und die Vier Helden kommen gefühlt aus dieser Ecke. Auch die Nutzung von Rollenspiel in der Schule deutet darauf hin, dass die „alten“ Rollenspieler im Beruf, hier im Lehrberuf, angekommen sind.

Soweit meine Gedanken zum Nerd am Anfang der 2020er Jahre,

Abermals vielen Dank für’s Mitmachen,

Gruß

A.

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