RPG Blog-o-Quest 38: Kinder

von ackerknecht

Moinsen zusammen! Für Leserinnen und Leser, die hier neu sind: Mein Name ist Ackerknecht und ich habe mich angeboten, die RPG Blog-o-Quest für den November 2018 zu organisieren. Die RPG Blog-o-Quest funktioniert folgendermaßen: Ihr kopiert die unten stehenden Fragen in Euren Blog, beantwortet sie und verlinkt den entsprechenden Artikel hier in den Kommentaren oder im Sammelthread des RSP-Blogs-Forums. Zum Thema dieses Monats: Mir ging neulich aus verschiedenen Anlässen das Thema „Kinder und Rollenspiel“ durch den Kopf. Ich habe fünfeinhalb Fragenkomplexe vorbereitet, die das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln angehen. Unter die Fragen habe ich ein paar erläuternde Hinwiese geschrieben. Auf geht’s, viel Spaß, und danke fürs Mitmachen!

Die Bonusfrage diesmal vorweg: Habt Ihr Kinder?

Frage 1: Wenn es in Eurer Spielrunde Eltern (auch Euch selber) gibt, wie wirkt sich das auf Euer Hobby aus?

Frage 2: Hat einer Eurer Spielercharaktere Kinder? Wie geht Ihr damit um?

Frage 3a: Habt Ihr schon einmal ein Kind als SC geführt? Wenn ja, wie unterschied sich Eure Darstellung von der eines erwachsenen Charakters?

Frage 3b: Die analoge Frage für Spielleiterinnen und Spielleiter: Geht Ihr mit kindlichen SC (und NSC) anders um als mit erwachsenen Charakteren?

Frage 4: Das ideale Alter, um mit dem Rollenspiel anzufangen, ist __, mindestens aber __ Jahre, weil _______.

Frage 5: Das beste Rollenspielsystem für Kinder ist __________, denn es ist ___________.

RPG-BLOG-O-Quest-Logo

Anmerkungen zu den Fragen:

Zur Bonusfrage: Normalerweise beginnen Blog-o-Quests mit einer oder zwei einführenden Fragen, um die Antworten besser einordnen zu können. Da diese Frage aber sehr persönlich ist, stelle ich sie als optionale Bonusfrage voran.

Zu Frage 1: Stehen die Cthulhu-Regelbücher jetzt ganz oben im Regal? Habt Ihr die Frank-Fazettta-Artworks abgehängt? Dürfen die Kinder beim Spiel zuhören? Oder spielt Ihr nur außer Haus, wenn Ihr einen Babysitter habt? Hat sich Eure „Spielfrequenz“ verändert? Wenn Ihr mit Eurem Mit-Elternteil in einer Paarbeziehung lebt (und Euer Partner/Eure Partnerin auch spielt): Wechselt Ihr Euch ab oder macht Ihr es möglich, weiter gemeinsam zu spielen? Schickt Ihr Eure Kinder in den LARP-Kindergarten von Mythodea?

Ein etwas extremes Beispiel, das ich in diesem Zusammenhang gehört habe: Eine Spielerin hat Ihrer DSA-Hexe den Nachteil „Medium“ gegeben, um eine In-Time-Entschuldigung zu haben, wenn sie den Spieltisch verlassen musste, um nach dem Baby zu sehen.

Zu Frage 2: Ist der Nachwuchs aus einer romantischen Beziehung Eures SC hervorgegangen? Habt Ihr ein Goblinkind adoptiert, nachdem Ihr sein Dorf niedergebrannt habt? War der Nachwuchs Bestandteil des Shadowrun-5-Nachteils „Familiäre Verpflichtungen“? Seid Ihr mit dem Kind im Lone-Wolf-and-Cup-Stil durch die Welt gezogen oder habt Ihr „Nee, das Blag bleibt bei seinem Vadder im Tsa-Tempel und gut is“ gesagt?

Zu Frage 3a: Hier gibt es viele Optionen: Vom klassischen DSA-Knappen über Abenteuer in Hogwarts bis zu gewagten psychologischen Experimenten in Little Fears. Habt Ihr bei der Darstellung versucht, den kindlichen Charakter zu betonen oder habt Ihr den Charakter wie alle anderen SC auch geführt? Manchmal hat man auch keine Wahl und muss für bestimmte Konzepte ein Kind in einer erwachsenen Welt spielen, zum Beispiel bei den Otaku, den ersten Technomancern in Shadowrun 2.

Zu Frage 3b: Haben Kinder bei Euren Stadtwachen oder Räuberhauptmännern leichteres Spiel, dafür werden Sie von Adligen und Priestern nicht ernst genommen? Spielt Ihr bestimmte, eventuell drastische Handlungselemente (z. B. Gewalt im Kampf) nicht in letzter Konsequenz aus? Oder sagt Ihr Euch „SC ist SC, da kann ich keine Rücksicht nehmen“?

Ich persönlich stehe Kinder-Charakteren in ansonsten erwachsenen Gruppen sehr skeptisch gegenüber. Neben „Schelmen“ und „Cross-Gender“ ist es eines von drei Themen, bei denen ich gute Argumente brauche, um mich drauf einzulassen. Auch mit wichtigen kindlichen NSC habe ich eher durchwachsene Erfahrungen, hier denke ich vor allem ungern an das Stilmittel „unfassbar mächtiges Wesen wird in einen Kinderkörper geboren“ (zwei Beispiele mit Spoilerwarnung: Der 5. Gezeichnete bei DSA oder der Salubri-Ahn in Vampire: End of Days).

Zu Frage 4: Hier kenne ich verschiedene Herangehensweisen. Von „Besonders geeignete Sachen gehen schon mit fünf“ bis zu „Erst ab 13, dann aber auch alles“.

Zu Frage 5: Auch hier habe ich schon unterschiedliche Varianten gehört: Von abgespeckten Varianten großer Mainstream-Systeme über erzählerische Freiform-Spiele bis zu speziellen Kinder-Rollenspielen. Was empfehlt Ihr?

Das war es von mir, ich freue mich auf Eure Antworten!

Gruß

A.

Advertisements