Malerknecht

von ackerknecht

Ich habe schon öfter in meinem Leben im Tabletop-Genre geplantscht. Dabei habe ich meist Skirmisher-Systeme gespielt, bei denen bereits bemalte Figuren verkauft wurden, Beispiele wären MechWarrior: Dark Age, das WoW Miniatures Game oder ganz aktuell X-Wing. An das Bemalen von Minis habe ich mich bis jetzt nicht herangetraut. Um diesen Haken in meiner Nerd-Bucket-List setzen zu können, habe ich mich jetzt an den Maltisch für mein erstes „echtes“ Tabletop gesetzt. Meine Erfahrungen dabei möchte ich gern in einer kleinen Serie von Blog-Einträgen mit Euch teilen.

Vorbereitung Teil 1: Der Einkauf. Als System habe ich mir den Klassiker des Genres ausgesucht und mir die Einsteigerbox „Storm of Sigmar“ von Games Workshops „Warhammer Age of Sigmar“ gekauft. Mittlerweile liegt mit „Sturmschlag eine vergleichbare Einsteigerbox für die zweite Edition von Age of Sigmar vor, die liegt auch schon bei mir rum. Die ist aber noch nicht dran…

Neben den Regeln, einer Einführung in Welt und System sowie Würfeln enthält diese kleine Box 13 Miniaturen: Drei Liberators und zwei Redeemer der Stormcast Eternals auf Seiten der „Guten“ (was auch immer das bei Warhammer heißen mag) sowie fünf Bloodreavers und drei Blood Warriors der Khorne Bloodbound auf Seiten des Chaos.

Dazu brauchte ich natürlich noch Farben und Werkzeug. Hier habe ich mir ein Starterset der Army Painter Warpaints, ein Basing Set desselben Herstellers sowie eine Dose Army Painter Grundierung in der Farbe „Skeleton Bone“ gekauft. Das Starterset umfasst zehn Farben: Neben den Grundfarben rot, grün, blau, gelb, schwarz und weiß enthält das Set noch eine lederbraune Farbe, einen Hautton („Barbarian Flesh“) und ein Plattenpanzer-Silber. Dazu kommt das wohl wichtigste Fläschchen: Ein Quickwash im „Strong Tone“. Da die Stormcast Eternals eine goldene Rüstung erhalten sollten kam noch eine Flache „Bright“ Gold dazu. Das soll hier keine Werbung für Army Painter sein: Farben jedes anderen Herstellers hätten es wohl genauso getan, aber meine Tabletop-erfahrene Bekanntschaft meinte, der Hersteller sei schon OK und das Preis/Leistungsverhältnis sei auch in Ordnung. Dazu kamen noch eine Flasche Plastikkleber und ein paar Pinsel aus dem Modellbau. Seitenschneider, Farbpalette und Wasserglas hatte ich auch noch rumliegen, einen Miniaturenhalter habe ich aus einem Stück Holz und Pattafix noch selber gebaut. Kostenpunkt der gesamten Anschaffung: 25€ für das Spiel und insgesamt ca. 50€ für die Farben und das Zubehör.

Vorbereitung Teil 2: Der Zusammenbau. Das ging relativ flott von der Hand. Die „Storm of Sigmar“-Miniaturen können nur in einer Pose zusammengebaut werden und die bebilderte Anleitung war auch recht leicht zu verstehen. Mit ruhiger Hand und etwas Geduld ging das gut von der Hand. Die zusammengebauten Minis sahen dann so aus:

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Vorbereitung Teil 3: Die Grundierung. Entgegen der Empfehlungen für Anfänger habe ich die Minis nicht mit Schwarz grundiert, sondern im beigen „Skeleton Bone“-Farbton. Hintergrund war, dass ich bei einigen Details der Figuren diesen Ton gleich als Endfarbe behalten wollte. Außerdem wollte ich einen Farbton, der Fehler eher verzeiht und bei dem unbemalte Stellen nicht allzusehr hervorstechen. Ich bin also in die Garage gegangen und habe die Miis auf ein Stück Pappe geklebt und eingesprüht… und dabei gleich den ersten Fehler gemacht: Ich habe versucht, alle 13 Minis gleichzeitig in einem Rutsch abzuarbeiten. Das hat zu einigen Nacharbeiten geführt, da ich natürlich nicht alle Minis adäquat von allen Seiten einsprühen konnte. Trotzdem hat mir das Endergebnis gut gefallen, auch wenn ich beim Bemalen immer noch mal graue Achselhöhlen gefunden habe…

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Soweit also bis hier. Beim nächsten Mal wird es dann ernst, wenn ich die Truppen des Chaos dann tatsächlich mal anmale…

Eine wichtige Inspiration und Anleitung in dem ganzen „Projekt“ (wenn man es denn so nennen will) war der YouTube-Kanal von Diced, den ich ziemlich intensiv beim Spülerausräumen geschaut habe. Die Tutorials dort waren nicht nur nützlich, was Technik usw. betrifft, der Moderator Denis hat auch viele Vorurteile ausgeräumt und mich letztendlich zum Einstieg in die Malerei bewegt.

Bis zum nächsten Mal,

Gruß

A.

Vorbereitung Teil 3: Bonusmaterial! Eine wichtige Sache fehlt übrigens in der „Storm of Sigmar“-Box: Ein Messinstrument. Auf die Rückseite des Anleitungsheftes wurde lediglich eine 6-Zoll-Skala gedruckt. Daher habe ich mir das unten abgebildete Instrument aus einem leeren Müslikarton gebastelt. Zum Spiel selber schreibe ich übrigens noch etwas in der letzten Folge dieser Serie. Das dauert aber noch…

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