Doppelquest: Grusel & Geld

von ackerknecht

Ich arbeite mal wieder zwei Monate RPG-o-Quest auf einen Schlag ab. Den Anfang macht die aktuelle Quest vom Würfelheld  Wird ziemlich DSA-lastig. Auf geht’s!
1. Zockt Deine Spielrunde zu Halloween und wenn ja, gibt es dann ein spezielles Ritual? Um es kurz zu machen: Nö.

2. Welches ist Dein Lieblings-Horror-Abenteuer (und warum)? Vor einigen Monaten wurde von der Asboran-Crew in Bezug auf manche Abenteuer aus der DSA-Frühzeit der Begriff „Melcherismus“ geprägt. Mein Lieblings-Grusel-Abenteuer schlägt voll in diese Kerbe: Die Tage des Namenlosen von Michelle Melcher. Das Abenteuer steht für alle „Untugenden“ des Melcherismus. Es ist mehr als nur ein Railroading-Abenteuer. Die Handlung im Schnelldurchlauf:

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  • Harter Kampf
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  • Härterer Kampf
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  • Extrem harter Kampf
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  • Sehr, sehr harter Endkampf
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Trotzdem, ich denke mit wohligem Grusel an die Zeit vor 20 Jahren, als ich es spielen durfte, und ich erinnere mich gern an jedes einzelne Mal, wenn ich es geleitet habe.

RPG-BLOG-O-Quest-Logo3. Welche Untoten kommen deiner Meinung nach zu schlecht weg und warum? Die Skelette. Auch hier bin ich durch frühe Melcher/DSA-Erfahrungen geprägt, in diesem Fall: Der Schwarze Turm. Seitdem habe ich nichts überzeugendes mehr von den Knochenkriegern gesehen. Nur noch Zombies, Zombies, sexy Vampire und noch mehr Zombies. Gerade die moderne Tricktechnik könnte Filmklassikerskelette wie aus Jason und die Argonauten oder Armee der Finsternis perfekt wiederbeleben. Aber leider gibt es da wohl nicht genug Splatter und Gore…

4. Welches ist das schlimmste Phantastik-Werk zu diesem Thema? Den Vampire-Städteband „Berlin bei Nacht“ habe ich ja schon vor einiger Zeit verrissen. Noch schlimmer ist aber die DSA-Box Borbarads Erben. Ich weiß ja, was die Intention dieser Veröffentlichung war. Letztlich kam es aber nur rüber wie „WIR KÖNNEN AUCH VOLL EVIL!!!1!1!!elf“

5.Welches Rollenspiel bildet, deiner Meinung nach, den Halloween-Horror am besten ab? Bei Halloween-Horror denke ich am ehesten an das „Treehouse of Horror“ von den Simpsons oder alte Roseanne-Folgen. Für diese Art von Grusel braucht man eine gewisse Selbstironie, und dafür braucht das Rollenspiel-System eine „kritische Größe“.

  • Bei DSA und D&D/PF sehe ich da kein Problem.
  • Shadowrun hätte die kritische Masse, aber SR-Spieler würden sich eher mit dem Käsehobel ein Loch ins Knie bohren als zuzugeben, dass ihr Charakter Angst hat…
  • Vampire und Selbstironie??? Ein guter Scherz.
  • Cthulhu ist ein interessanter Kandidat… ist CoC selbstironisch? Keine Ahnung…

Die Bonusfrage: Welches kostenlose Download/Online-Abenteuer würdest Du zu Halloween empfehlen? Ein guter Ansatzpunkt, die Selbstironiefähigkeit seiner Cthulhu-SpielerInnen zu erforschen, ist Dagonji von Seanchui aus dem 2014er WOPC.

Und damit geht es gleich weiter zu den Septemberfragen von Greifenklaue:

1. Wie groß ist Dein durchschnittliches monatliches Rollenspielbudget? Dürfte so bei 10-15€ im Monat liegen – viel Geld für Material gebe ich nicht aus. Das liegt aber auch daran, dass ich sehr viel freies oder CC-lizensiertes Material nutze. Hier könnte ich der Community durchaus mehr zurückgeben, als ich tue. Nicht unbedingt monetär, sondern einfach in Form von Feedback.

2. Wie viel gibst Du typischerweise für eine Sitzung aus und wo ist Deine Schmerzgrenze? Da ich nicht viel spiele (eher quartalsweise als monatlich…) bin ich bereit, für eine Sitzung auch etwas mehr zu zahlen (gern für geiles Essen & Trinken, gezwungenermaßen für Zugfahrten). Meine Schmerzgrenze liegt auch entsprechend hoch, ohne das näher zu quantifizieren.

3. Für welche Art von RPG-Gimmicks würdest Du Geld ausgeben? Würfel, Würfel, WÜRFEL… Zur Zeit überlege ich ernsthaft, mir Holzwürfel aus alten Jack-Daniels-Fässern zu kaufen…

4. Bei DSA oder Earthdawn gab es zuletzt drei unterschiedliche Ausgaben: die saugünstigen Sparausgaben mit wenig Illus, die Normalausgabe und die teurere Sammlerausgabe, z.B. in {Pseudo}-Schlangenleder für Earthdawn. Welche Art Ausgabe bevorzugst Du für Dein Lieblingssystem, welche für ein System, welches Du mal eben ausprobieren möchtest? Und wo wir gerade dabei sind: Numenera hat es vorgemacht … Box oder Hardcover? Oder ganz anders? Ich bevorzuge die mittelpreisigen Normalausgaben. Was die Form der Bindung betrifft: Eigentlich lieber Hardcover, aber da war ich von Numenera (wo das Hardcover ja wirklich alles enthielt) etwas enttäuscht –das war mir zu unhandlich. Beyond the Wall hat mich dafür schwer für das Heftchen-Format begeistert.

5. Spendenaktionen im Rollenspiel, egal ob die Ulisses-Charity auf der Ratcon, das Bundle of Holding oder Spendenbundle bei DriveThru / RPG Now – wie stehst Du dazu? Ich habe über HumbleBundle eine große Pathfinder-Sammlung gekauft, sonst habe ich damit schlicht und einfach keine Erfahrungen…

Bonusfrage: Welches ist Dein größter Rollenspielschatz? Nicht Rollenspiel, sondern allgemeine Nerderei: Ein goldener Magic-Lebenspunktezähler, den  ich vor 15 Jahren geschenkt bekommen habe.

Soweit bis hier, die nächste Doppelquest folgt Ende Dezember!

Gruß

A.

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