Ackerknecht: Origins

von ackerknecht

Greifenklaue und Würfelheld haben zu einer neuen Blogaktion aufgerufen. Da will ich mich nicht veweigern, und werfe meinen Beitrag zur Queste #001 in den Ring.

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Frage 1: Wie kamst Du zum Rollenspiel?

Meine Geschichte ist wahrscheinlich sehr typisch: Anfang der Neunziger war ich schwer beeindruckt von ein paar Jungs aus den höheren Jahrgängen meines Kleinstadtgymnasiums. Daraufhin habe ich mir im örtlichen Spielzeugladen die DSA3-Einsteigerbox von Schmidt Spiele gekauft. Schade, dass es diese Kopplung von Rollenspiel und  „normalem“ Spielzeug so nicht mehr gibt: Ohne die Möglichkeit, mich im Spielzeuggeschäft und bei Hertie anzufixen wäre ich wohl nie so tief in die Welt der Nerd-Spieleläden und des RPG hineingetaucht.

Jedenfalls, drei Tage später haben wir an einem herrlichen Sommernachmittag auf dieser Terrasse unsere ersten Helden gebaut:

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Um niemands „Recht auf Anonymität“ zu verletzen wurde dieses Bild GIMPressionistisch verzerrt…

Leider gehöre ich mit „Anfang der Neunziger“ und „DSA3“ zu den Späteinsteigern. Die echten Harcore-1984-DSA1-Nerds werden mich wohl nie für voll nehmen… Seufz…

Frage 2: Wie alt warst Du beim Erstkontakt?

12? 13? 14? Ich bin mir nicht mehr 100% sicher… Nach Meinung meiner Eltern jedenfalls alt genug, nach Meinung der besorgten Mutter meines aktivsten Mitspielers viel, viel zu jung für so gruselige Sachen…

Wie sich die Zeiten doch geändert haben. Mittlerweile ist Fantasy (dank einiger Hollywood-Blockbuster) Teil des kulturellen Massengeschmacks. Damals haben die coolen Oberstufenkids viel Shadowrun (mit einigen Gewaltexzessen) gespielt, und Mitte der Neunziger gab es in Schweden Diskussionen um die KULT-Morde – ich habe viel Zeit damit verbracht, Leuten zu erklären, dass ich keine satanische Sekte führe (obwohl ich „Der Meister des Schwarzen Auges“ bin).

Frage 3: Mein Lieblingssystem ist im Moment Dungeonslayers, weil …

… es sich einfach so gut und richtig anfühlt. DS trägt halt dieses riesige „So hätte DSA2 sein sollen!“-Schild mit sich rum. Es spielt sich flott, es fühlt sich nostalgisch-toll dabei an, und es hat genau den Regelumfang, den ich zurzeit bewältigen und genießen kann. (Mehr dazu unter Frage 5.) DSA hat weiter seinen Platz in meinem Herzen. Sollte es irgendwann eine deutsche Übersetzung von Dungeon World geben, wäre das auch ein heißer Kandidat, zumindest als Runner Up.

Frage 4: Mein Lieblingscharakter ist Kalman Ackerknecht, weil dieser hier ausführlich beschrieben steht.

Runner Ups:

  • Acidjazz, Seattler Go-Ganger und Erd-Elementarist (nach SR2-Regeln), weil er als schlonziger, abgerissener Straßenmagier der richtige Gegenpol zu meiner damals sehr vom Matrix-Chic geprägten Shadowrungruppe war.
  • Damiano, ein Scholar der Dämonologie, weil ich diesen Charakter niemals aktiv erschaffen habe (sondern einfach nur den mittelwichtigen NSC aus Die Tage des Namenlosen weitergespielt habe) und er mir trotzdem ans Herz gewachsen ist.
  • Endijian, weil ich mit ihm gleichzeitig mit allen DSA-Spielern, die Am Rande der Nacht gespielt haben, den DSA-Samurai „selbst erfunden“ habe.

Frage 5: Ich bin Bier&Bretzel-Rollenspieler, denn …

… ich habe doch keine Zeit!
Das Retten von Kontinenten und andere weltumspannende Expeditionen gehören für mich leider der Vergangenheit an. Das gilt leider auch für tiefgründiges Charakterspiel. Ich komme selten zum Spielen, und wenn, dann möchte ich auch das meiste aus der Zeit rausholen. Daher spiele ich am liebsten einfache Systeme mit wenig Erklärungsbedarf und Szenarien ohne großen Metaplot im Nacken. Mittlerweile spiele ich am liebsten in einer Kneipe oder zwischen gelieferten Pizzakartons. Hauptsache, es ist wenig zu tun außer zocken. Klassisches Beer&Pretzel-Gaming.

Soweit!

Bis zur Quest#002 alles Gute,

Gruß

A.

 

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