Top 5 der Nutztierhaltung im Fantasyrollenspiel

von ackerknecht

Hi! Der diesmonatige Karneval dreht sich um Tiere im Rollenspiel. Ich habe relativ wenig bis keine Ahnung, was ich dazu sagen soll. Daher hier vollkommen sinn- und zusammenhangsbefreit: Meine Top 5 der Nutztierhaltung im Fantasy-Rollenspiel!

Platz 5: Travia, die Gans. Gemeint ist nicht das göttliche Attribut der Patronin des Herdfeuers, sondern das Haustier des Schwarzschelms Torxes von Freigeist. Einerseits ist es bizarr und morbid. Andererseits ist es vielleicht einfach nur albern. Auf jeden Fall sind der Lolgramoth-Paktierer und sein totes Maskottchen eine Geschichte, die man nur im 30 Jahre alten Kosmos des Schwarzen Auges finden kann.

Platz 4: Die Reitwölfe der Orks in Warcraft III. Dieses PC-Spiel ist bei mir hängengeblieben, weil es gefühlt das erste Mainstream-Fantasy-Produkt war, in dem Orks nicht nur als stereotypisch „böse“ dargestellt wurden. Das äußerte sich auch dadurch, dass Wölfe (und nicht Wargen oder andere fiese Bestien) als Reittiere verwendet wurden. Damals war die schamanistische Ork-Kultur eine geniale Idee. Im Moment feiert sich Blizzard ja auch in Warlords of Draenor selber ordentlich ab für diese Idee. Ich weiß, dass die Orklandbox von DSA noch älter ist, aber der Einfluss von WC3 aufs Genre war unbestritten größer. Leider hat sich die Entwicklung daraufhin verselbstständigt, so dass Orks mittlerweile nur noch als falsch verstandene Klingonen mit schwieriger Kindheit dargestellt werden. Ich schätze Splittermond (und natürlich auch „Der Eine Ring“) sehr dafür, dass es dort wieder klassische, einfach nur böse Orks gibt.

Platz 3: Die Mottenreiter-Samurai von Kamigawa. Magic: The Gathering ist nicht gerade stilbildend im Bereich des World Buildings. Da die Magic-Metaebenen darauf angelegt sind, nach einem Jahr in einer epischen, ethnischen oder sogar ethischen Schlacht zu vergehen, konnte ich relativ wenig Honig aus ihnen für meinen Rollenspiel-Stil saugen. Aber manchmal sind doch lustige Details dabei. Die Samurai-Luftwaffe reitet also nicht auf Riesenlibellen oder Drachenfalken sondern auf … Motten? Aha. Wäre das nix für die lorakischen Schwertelben oder die derische Innenseite? Oder gar das Bannland Maraskan? Sollte die Skrechu Asfaloths Wollpulli des wimmelnden Chaos (Bestandteil des 13geteilten Sündergewands) habhaft werden, die Verteidigung der Insel wäre trotzdem gesichert…

Platz 2: Lofwyrs Lippizanerzucht. Im dritten Band der Wuellenbuchereihe „Deutschland in den Schatten“, geht es um Österreich in der 6. Welt. Am Rande wird erwähnt, dass sich der Groß-Drache und Groß-Industrielle Lofwyr der Lipizzanerzucht der Spanischen Hofreitschule zu Wien bemächtigt hat. Because of … reasons. Bleibt die Frage: Wie mag der Lindwurm wohl seine Lasagne?

Platz 1: Das myranische Vark. Die erste Myranorbox kam raus, als ich gerade zur Berufsschule ging (FYI: Ich habe tatsächlich Ackerknecht gelernt. Unter anderem.) Ich und der andere DSA-Spieler in der Klasse fanden das Konzept „Chimärologie als Nutztierzucht“ damals zum Schreien. Ich finde es heute noch super. Ob Magistra Sefira nicht noch ein Huhn in die Wollmilchsau einkreuzen kann?

Das war es für Karnevalsaison in diesem Jahr. Wir lesen uns 2015!

Beste Grüße
A.

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