Der Splittermond-Beutel

von ackerknecht

Letztens habe ich eine Runde Splittermond auf einer Convention gespielt. War lustig, auch als es zum Kampf kam. Dass der Kampf fließend und übersichtlich über die Bühne ging, lag im wesentlichen an einer Mitspielerin mit einem gut sortierten Würfel- und Pöppelbeutel. Das habe ich mir zum Vorbild genommen. In Anlehnung an einen sehr guten Blogeintrag zum „Allzeit bereit“-Beutel, den ich leider nicht mehr wiederfinde, präsentiere ich meinen Splittermond Beutel:

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4W10 und 2W6. In meinen systemspezifisch vorbereiteten Beuteln habe ich immer die minimal notwendige Anzahl an Würfeln. Sollte ich einmal mehr Würfel benötigen, bediene ich mich aus dem generellen Würfelvorrat. Nachdem ich eine zeitlang alle möglichen Varianten von Glitzer-, Marmor- und Sprenkelwürfeln ausprobiert habe, bin ich jetzt bei einfarbigen Würfeln mit deutlich lesbaren Zahlen hängengeblieben. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen (die ja gern mal bei Rollenspielrunden herrschen) ist das einfach praktischer.

Vier große Halmakegel und farblich dazu passende Glassteine. Zur Repräsentation der Spielercharaktere auf der Übersichtsskizze (oder „Battlemap“, wie es neudeutsch heißt) und auf der Tickleiste.

Zehn unterschiedliche Halmakegel/Damesteine in jeweils doppelter Ausführung. Zur Repräsentation der Gegner, auch hier je einmal für den Lageplan und die Tickleiste. Ich gebe zu, die grünen und blauen Pöppel „mit Kragen“ sind bei Kerzenlicht wahrscheinlich nicht mehr ganz leicht zu erkennen. Aber so große Kämpfe, dass ich alle Spielsteine brauche, möchte ich eigentlich vermeiden.

Drei Einkaufswagenchips. Für die Tickleiste: Charaktere, die eine kontinuierlich, unterbrechbare Handlung ausführen, werden auf einen Chip gestellt.

Ein Haufen Plastikkristalle. Als Splitterpunkte. In allen Systemen mit Bennies, Schicksals-, Karma- oder ähnlichen Punkten habe ich gerne ein anfassbares Gimmick/“Hand out“. Sonst vergessen die Spieler, dass es so etwas gibt. Normalerweise nehme ich Pokerchips dafür, aber bei Splittermond fand ich es angemessen, die Edelsteinschatulle meiner Tochter zu plündern.

Ein selbstgehäkelter Beutel. Ich verwende eine 6mm-Nadel von Prym und Schachenmayr Nr. 2 oder MyBoshi No. 3-Garn. Zuerst häkle ich vier Luftmaschen, die ich zu einem Kreis schließe. In diesen Kreis häkle ich dann feste Maschen rundherum, wobei ich bei der ersten Runde jede Masche verdopple. Bei der zweiten Runde verdopple ich jede zweite Mache, bei Runde drei ist es jede dritte, usw.
Wenn der Beutelboden ca. handtellergroß ist, höre ich auf zu verdoppeln und häkle mit festen Maschen im Kreis weiter. Wenn der Beutel dann groß genug ist, häkle ich zum Abschluss noch zwei Runden halbe Stäbchen dran. Durch die entstandenen Löcher oben zwischen den Stäbchenmaschen ziehe ich noch ein Band enger Luftmaschen als Verschluss.

Das war es soweit. Wenn mir jetzt nur noch der Name des Bloggers wieder einfallen würde, der mich auf die Idee mit dem „Allzeit bereit“-Beutel gebracht hat…

Bis das passiert die

Besten Grüße

a.

 

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